>>> Therapieprogramme für Kinder

Gesunde Kinder zeichnen anders als Kinder mit Störungen.
Alle drei Bilder wurden von einer gesunden 10 - Jährigen gemalt.





In dem Bild „Mein Pferd und meine Katze“ malt sich das Kind stehend vor einem Stall. Es füttert ein Pony, das kleiner ist als es selbst. Die Katze weiter unten befindet sich ein wenig abseits. Eine Linie, auf der sich ein Skateboard befindet, erscheint auf den ersten Blick trennend. Das Kind hat sich nicht in unnötigen Nebenlinien verloren. Es malt nicht so exakt, als dass es zwanghaft Details unterbringen wollte.

Ein stabiles Ich kann man in den Achsen der Objekte und Subjekte ausmachen. Einzig der Kreis in der Katze zeigt, dass die Katze als Partialobjekt der Mutter empfunden wird. Diese Katze symbolisiert die Mutter und sehr wahrscheinlich gehört sie ihr auch. Das Kind befindet sich in dem Prozess gesunder Ablösung von der Mutter (Linie), indem es sich um das Pony kümmert. Dabei identifiziert es sich aber nach wie vor mit der Mutter, was man deutlich am Äußeren ausmachen kann (Kleidung und Figur).

Beide Bereiche sind gut versorgt, was sich in dem Apfel und der Mohrrübe zeigt. Das Skateboard wirkt als Brücke verbindend. Es liegt eine gesunde Mutter – Tochter – Beziehung vor.









In dem Bild „Weg zum Tor“ hat das Kind jeweils die Zahl drei symbolisiert. Drei Häuser stehen im Vordergrund, entlang eines sich in drei Richtungen schlängelnden Weges, der bei einem Tor aufhört, dessen Pfosten in drei Farben gemalt wurden, allerdings in zwei Rottönen und dahinter liegen drei Hügel, die ein wunderschöner Regenbogen umhüllt.

Diese Familie, bestehend aus Vater, Mutter, Bruder und Schwester, hat einen Papa (Bleistiftzeichnung auf den Hügeln, Torpfosten sind ein Phallussymbol), der nicht so häufig anwesend ist. Alle Häuser haben Türen und Fenster. Der lange Weg zeigt, dass sich das Kind ausdrücken kann. Auf jedem der Dächer gibt es Kreise, die die mütterliche Anwesenheit betonen.

Das Tor ist verschlossen. Allerdings endet das Braun des Weges, das Wort, nicht an dem Tor. Das Kind wünscht sich etwas, was die Zukunft der Familie betrifft, traut sich aber nicht es zu benennen (verschlossenes Tor). Es ist eine schöne Zukunft, die es sich ausmalt.












Das Bild „2:2“ handelt von Ausgleich. Der Torwart, der den Ball nicht hält, lächelt. Er hat schwarze Haare, ist ein Junge. Der Torschütze ist blond. Es könnte ein Mädchen sein. Auffällig sind die fehlende Mimik des Schützen, seine zu kurzen Arme und klobigen Schuhe.

Die Zuschauer haben runde Bäuche. Sie wirken schemenhaft. Auch hier zeigt sich das vorherrschend Weibliche. Der Torschütze wurde mit Defiziten versehen. Obwohl er den Ausgleich schafft, merkt man ihm das nicht an. Auch wurde er etwas stärker im Körperbau gemalt.

Das Kind, ein Mädchen, hat sich selbst gemalt. Es will beweisen, dass es zumindest ebenso gut ist wie der Bruder. Allerdings traut sich die Zeichnerin nicht, sich über ihren Erfolg zu freuen, weil sie vielleicht glaubt, wenig Erfolg zu haben und nicht so gut auszusehen. Dieses Bild äußert versteckt Wünsche und Bedürfnisse.

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